Fahrgastrechte

Als Fahrgast haben Sie im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gesetzlich verbriefte Rechte.

Eisenbahnverkehr

Ihrer Rechte im Eisenbahnverkehr sind einheitlich in Deutschland geregelt 

Wenn Sie Unannehmlichkeiten auf Ihrer Fahrt mit dem Eisenbahn-Regionalverkehr hatten, so können Sie die neuen Fahrgastrechte unter bestimmten Voraussetzungen bei Zugverspätungen, Zugausfällen und daraus resultierenden Anschlussverlusten in nachfolgenden Fällen in Anspruch nehmen:

Verspätungen ab 20 Minuten am Zielort

  • Fortsetzung der Fahrt auf der gleichen Strecke oder
  • Weiterreise auf geänderter Streckenführung oder
  • Nutzung eines Fernverkehrszuges unter Ersatz der erforderlichen Aufwendungen.

Verspätungen ab 60 Minuten am Zielort

  • Erstattung bei Nichtantritt der Reise bzw. Teilerstattung bei Teilstrecken oder Weiterreise auf geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Bedingungen,
  • Entschädigung in Höhe von 25% des Fahrpreises bzw. Entschädigungspauschale,
  • Nutzung eines alternativen Verkehrsmittels, wenn die vertragsgemäße Ankunftszeit zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr liegt und Ersatz der Aufwendungen bis max. 80 Euro.

Verspätungen ab 120 Minuten am Zielort

  • Analog 60 Minuten aber
  • Entschädigung in Höhe von 50% des Fahrpreises bzw. Entschädigungspauschale

Ausfall der letzten fahrplanmäßigen Verbindung des Tages

  • Nutzung eines alternativen Verkehrsmittels, wenn eine Ankunft am Zielort nicht mehr vor 24.00 Uhr möglich ist und Ersatz der Aufwendungen maximal 80 Euro.


Viele Fragen rund um dieses Thema können Sie in den FAQ Fahrgastrechte (PDF) nachlesen oder auf der TBNE-Seite www.fahrgastrechte.info. Bei weiteren Fragen hilft Ihnen auch das Infotelefon des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg weiter - Telefon 030 - 25 41 41 41.

Ein Formular zur Beantragung Ihrer Fahrgastrechte erhalten Sie hier.

Buslinienverkehr unter 250 km

Die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr gemäß EU-Verordnung 181/2011 legt Mindestrechte für Fahrgäste, die mit dem Bus reisen, fest. Entschädigungen bei Ausfällen und Verspätungen gelten hier im Wesentlichen für den Reisebusverkehr mit über 250 Kilometern Fahrtweite.

 Für Linienverkehre unter 250 Kilometer Fahrtweite sind folgende Sachverhalte im Gesetz enthalten und werden im VBB umgesetzt:

  • Sie dürfen aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit hinsichtlich der Tarife und Vertragsbedingungen nicht diskriminiert werden.
  • Als Fahrgast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität dürfen Sie nicht diskriminiert werden. Dies bedeutet, dass Sie den gleichen Anspruch auf Beförderung haben, soweit ihr nicht geltende Gesundheitsanforderungen oder Sicherheitsbestimmungen, die Bauart des Fahrzeugs oder die Infrastruktur der Haltestelle entgegenstehen.
  • Als Fahrgast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität haben Sie bei Verlust oder Beschädigung Ihrer Mobilitätshilfe oder Ihres Hilfsgeräts Anspruch auf finanzielle Entschädigung in Höhe des Wiederbeschaffungswertes oder der Reparaturkosten. Voraussetzung ist, dass der Verlust oder die Beschädigung vom Beförderer Verkehrsunternehmen) verursacht wurde.
  • Sie haben Anspruch auf angemessene Reiseinformationen während der gesamten Fahrt.
  • Sie haben Anspruch auf Bereitstellung von Informationen über die Rechte nach dieser Verordnung. Als Fahrgast mit Behinderung oder mit eingeschränkter Mobilität werden Ihnen diese Informationen auf Verlangen in zugänglicher Form bereitgestellt, wenn dies machbar ist (VBB-Tarif, Teil A, §15).
  • Beschwerden können Sie innerhalb von drei Monaten beim Beförderer (Verkehrsunternehmen) einreichen. Dann haben Sie einen Anspruch auf eine Antwort innerhalb von einem Monat. Sollten Sie Einwände gegen die Antwort haben, können Sie sich erneut an den Beförderer oder alternativ an die Schlichtungsstelle oder an die Nationale Durchsetzungsstelle, das Eisenbahn-Bundesamt, wenden.
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