Entwicklung des PlusBus in Brandenburg

Namensgeber für den PlusBus ist der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV). Dieser hat den PlusBus im Dezember 2013 als Qualitätsprodukt und zur Netzergänzung des Bahnverkehrs eingeführt. Im Ergebnis eines Abstimmungsprozesses zwischen dem VBB und dem MDV können auch Brandenburger Buslinien unter dem bereits eingeführten Markennamen fahren. Auch das PlusBus-Signet wird einheitlich für die Fahrgastinformation in beiden Verbünden genutzt.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 starteten die ersten drei Linien im Landkreis Potsdam-Mittelmark als PlusBus Hoher Fläming. Damit wurde die Marke PlusBus in Brandenburg eingeführt und bildet den Auftakt für eine verbundweite Umsetzung.

Im April 2015 wurde das Netz mit dem PlusBus Ruppiner Seenland um zwei Linien im Landkreis Ostprignitz-Ruppin erweitert.

Ende 2017 wurde das PlusBus-Netz im VBB-Land um den PlusBus Teltow-Fläming sowie dem PlusBus Barnim ausgeweitet. 

Im Jahr 2018 führte daraufhin der Landkreis Potsdam-Mittelmark ein zweites PlusBus-Liniennetz mit dem Namen "Beelitz-Zauche" ein.

Außerdem wurden im Sommer 2018 der Verkehr des PlusBusses Spreewald aufgenommen, welcher aktuell zwei Linien umfasst.

Im Herbst 2018 wurde das PlusBus-Netz um ein weiteres Regionalnetz ergänzt. Der PlusBus Prignitzer Elbtalaue wurde eingeführt.

Ende 2018 nahm die zweite Linie des PlusBusses Teltow-Fläming Fahrt auf.

Darüber hinaus wurden seit Jahresbeginn 2019 weitere Linien eröffnet, sodass das PlusBus-Netz in Brandenburg zum April 2019 insgesamt 19 Linien umfasst. Im Januar nahm der PlusBus Lausitz mit der ersten Linie Fahrt auf. Im Februar vergrößerte der PlusBus Emsterland die PlusBus-Familie in Brandenburg. Im April wurden die Regionalnetze PlusBus Beelitz-Zauche und PlusBus Ruppiner Seenland um jeweils eine Linie erweitert.

Eine Premiere feiert der PlusBus im Landkreis Elbe-Elster. Dort nahm am 04.08.2019 der PlusBus Niederlausitz zwischen Elsterwerda und Finsterwalde Fahrt auf. Diese Linie ist die erste PlusBus- Linie im Landkreis Elbe-Elster.

Der PlusBus. Banner
© VBB

Strategie und zukünftige Entwicklung

Angestrebt wird, dass das PlusBus-Netz wächst und durch weitere Linien ergänzt wird. Dabei sind vor allem die Linien im Fokus, die die Anforderungen nur knapp nicht erfüllen, denn hier könnte das Netz mit verhältnismäßig wenig Aufwand ergänzt werden. Die notwendigen Anpassungen betreffen zum Beispiel die Anschlüsse von und zur Bahn, die Ergänzung von fehlenden Taktfahrten oder – derzeit eine der größten Hürden – die Aufwertung des Angebotes am Wochenende.

Auch beim PlusBus-Konzept in Brandenburg gelten nach wie vor die bestehenden Randbedingungen, dass eine Aufwertung der Linien auch mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden sein kann und der finanzielle Spielraum unter Umständen begrenzt ist. Weitere Hindernisse können Personalengpässe sein, denn für die Konzeption und Umsetzung ist meistens zusätzlicher Personalaufwand notwendig.

Trotz möglicher Schwierigkeiten lohnt sich die Realisierung des PlusBus-Konzeptes. Bereits jetzt verkehren in ganz Brandenburg fast 50 Linien nach den PlusBus-Kriterien und selbst in berlinfernen Regionen konnten Taktverkehre erfolgreich umgesetzt werden. In vielen Regionen besteht noch Potenzial, Buslinien nach den PlusBus-Kriterien aufzuwerten und als attraktive Brandenburger Linien zu etablieren.

Es lohnt sich also, die verantwortlichen Akteure zu sensibilisieren und zu unterstützen. Der VBB steht bei Fragen zu den einzelnen Linien in den Regionen gerne zur Verfügung.