Insbesondere an den Bahnhöfen macht sich im Bereich des SPNV der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte bemerkbar: die persönlichen Fahrkartenschalter wurden zuerst von Fahrscheinautomaten und schließlich von dem elektronischen Fahrscheinverkauf via Smartphone ersetzt. Im selben Gerät kann man sich über aktuelle Verspätungen und Umsteigemöglichkeiten informieren, so dass hierfür kein Personal mehr vorgehalten werden muss. Hinzu kommen ferngesteuerte elektronische Stellwerke, die die handbetriebenen Stellwerke in den Bahnhöfen nach und nach ersetzten. Unter anderem diese Umstellung ermöglichte wiederum eine bessere Vertaktung der Züge, sodass umstiegsbedingte Wartezeiten sich auf ein Minimum verkürzten. Durch eine kürzere Aufenthaltsdauer am Bahnhof sank u.a. die Nachfrage nach gastronomischen Angeboten, weshalb auch die einstmals so beliebten Bahnhofsgaststätte vielerorts die Pforten schlossen.

Leidtragende dieser Entwicklungen sind die historischen Bahnhofsempfangsgebäude, die die vorgenannten historischen Nutzungen einstmals unter einem Dach beheimateten. Die Deutsche Bahn hat es aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen nicht geschafft, den zunehmenden Leerstand in den Gebäuden zu bekämpfen. Das für Personenbahnhöfe zuständige Tochterunternehmen DB Station&Service hat daher ab der Jahrtausendwende in verstärktem Ausmaß damit begonnen, diese Gebäude zu verkaufen. Neue Eigentümer wurden Kommunen, Vereine, Genossenschaften oder auch Privatpersonen. Sie zu unterstützen ist eine der Hauptaufgaben der Kompetenzstelle Bahnhof. In folgenden Bereichen können dabei Hilfestellungen angeboten werden:

  • Kontaktvermittlung zu potentiellen Beteiligten (Eisenbahninfrastrukturunternehmen, Eigentümer, Verwertungsgesellschaften, Eisenbahnbundesamt, Planungsbüros, Kommunale Gebietskörperschaften und Ansprechpartner deren Verwaltung sowie die lokale Wirtschaft)
  • Überblick über Fördermöglichkeiten geben (Konzept, Ausbau, Betreibung)
  • Das Aufzeigen von Nutzungskonzepten: Übersicht zu Best Practice-Beispielen im Land Brandenburg und aus anderen Regionen
  • Informationen und fachliche Begleitung zu Grunderwerb, Baurecht und Freistellungsverfahren von Bahnflächen geben
  • Begleitung der Umsetzung (u.a. Unterstützung bei der Akquisition von Fördermitteln, Abstimmung mit Behörden)

Die folgenden Seiten sollen dabei den Einstieg in das komplexe Thema der Bahnhofsrevitalisierung erleichtern. Bei weitergehenden Fragestellungen kontaktieren Sie uns bitte direkt über die rechts aufgeführten Kontaktdaten.