Landesförderung über die Richtlinie ÖPNV-Invest

Das Land Brandenburg unterstützt die Kommunen beim Bau von B+R-Anlagen bereits seit mehreren Jahren über die sogenannte Richtlinie ÖPNV-Invest (siehe Downloadbereich) Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die B&R-Stellplätze umfassen die Anlagenflächen, die Zu- und Abgangsbereiche und die Ersatzpflanzungen.

Ziel ist dabei, dass die geförderten Anlagen möglichst gut von den Pendlern angenommen werden. Dies bedeutet, dass die Anlagen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen, die sich in den letzten Jahren als entscheidende Faktoren für eine gute Auslastung von B+R-Anlagen herauskristallisiert haben. So müssen die B+R-Anlagen überdacht sein, über einen Bügeltyp mit Anschließmöglichkeit des Fahrradrahmens verfügen und eine günstige Lage zum Bahnhofszugang aufweisen. Da mittlerweile auch viele Pendler mit ihrem hochwertigen Rad (oder eBike) zum Bahnhof fahren, ist es außerdem wünschenswert, dass für diese Nutzer*innengruppe eine Möglichkeit geschaffen wird, um ihr Fahrrad diebstahlsicher abzustellen. Sammelschließanlagen sind hierbei den Fahrradboxen vorzuziehen, da diese einen hohen Flächenverbrauch haben, sehr kostenaufwendig bei Bau und Instandhaltung sind und meist auch stadtgestalterische Defizite aufweisen. Empfohlen wird ein Verhältnis von ungesicherten zu gesicherten Stellplätzen (in Sammelschließanlagen) von 50% ab einer Anlagengröße von 36 Stellplätzen.

Bei der Förderung der verschiedenen Anlagentypen gelten Obergrenzen für Bauausgaben pro Stellplatz (Nettokosten):

  • Radabstellplatz (ebenerdig): 1.100 Euro
  • Radabstellplatz in Sammelschließanlage: 1.300 Euro
  • Radstellplatz in einer Fahrradbox: 1.800 Euro
  • Radabstellplatz im Fahrradparkhaus/Radstation: 3.000 Euro

Die Gesamtfördersumme beträgt im Falle dieser Baukosten 75% der zuwendungsfähigen Kosten. Planungskosten hingegen können als Pauschale mit bis zu 15% der zuwendungsfähigen Baukosten gefördert werden. Beim Grunderwerb wird ein Zuschuss in Höhe von max. 50% der zuwendungsfähigen Kosten gewährt. Da es nicht immer einfach ist, mit diesen verschiedenen Werten zu ‚jonglieren‘, stellen wir im Downloadbereich dieser Seite eine Musterrechnung im Excel-Format zur Verfügung, in der u.a. die gewünschte Anzahl der Stellplätze und die angestrebte Ausstattung eingetragen werden kann. Die Tabelle gibt dann automatisch einen ungefähren Wert für geschätzte Baukosten, zugehörigen Förderobergrenzen sowie der anteiligen Maximalförderungen aus.

Grundvoraussetzung für das Ausfüllen der Musterkostenrechnung ist die Kenntnis über den Bedarf an Fahrradstellplätzen. Dieser wiederum muss nach der im Leitfaden Parken an Bahnhöfen im Land Brandenburg beschriebenen Methodik berechnet werden. Den Leitfaden können Sie ebenfalls im Downloadbereich dieser Internetseite herunterladen. Im Rahmen des Antragsverfahrens (s.u.) bestätigt der VBB den anhand des Leitfadens Parken an Bahnhöfen im Land Brandenburg berechneten Stellplatzbedarf.

Federführend im Antragsverfahren ist jedoch nicht der VBB, sondern das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV). Dort muss die gewünschte Förderung angemeldet und beantragt werden. Die entsprechenden Unterlagen, können Sie der Internetseite des LBV entnehmen. Hier finden Sie außerdem Angaben zu Fristen und dem zeitlichen Ablauf der Fördermaßnahme.