Lassen Sie sich stören – Verkehrserhebung 2022 im VBB

Zum VBB gehören zurzeit 36 Verkehrsunternehmen, mit denen täglich mehrere Millionen Fahrgäste fahren. Im Schnitt zahlt jede*r 11 Cent pro gefahrenen Kilometer, das sind rund 47 % der gesamten ÖPNV-Einnahmen. Der Rest wird durch öffentliche Zuschüsse finanziert. Selten werden Tickets allerdings bei dem Verkehrsunternehmen gekauft, mit dem später dann auch die komplette Strecke gefahren wird. Viele Fahrgäste steigen unterwegs um und nutzen auch das Angebot anderer Unternehmen. Um die Einnahmen der Fahrgelder je nach Verkehrsleistung gerecht zu verteilen, werden die Fahrgäste im VBB in der Regel alle drei Jahre in einer Verkehrserhebung befragt. Nach einer pandemiebedingten Pause findet in diesem Jahr die Verkehrserhebung von Januar bis Dezember statt.

Im ganzen VBB-Gebiet werden die Fahrgäste nun rund um ihre Nutzung des ÖPNVs befragt: wo ist man eingestiegen, wo wird aus- bzw. umgestiegen, wie ist man zum Bahnhof gekommen,… selbstverständlich alles anonym!

Bei einer Verkehrserhebung geht es ausschließlich um die Informationen zur Nutzung des ÖPNVs, nicht um die Kontrolle, ob die Fahrgäste ihr Ticket dabeihaben. Mittlerweile hat auch hier die Digitalisierung Einzug gehalten. Auf Stift und Zettel kann demnach verzichtet werden, alles wird bequem mit dem Smartphone oder Tablet durchgeführt.

Die Befrager*innen, die sich natürlich ebenso an 3G-Regel und FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV halten, bitten alle Fahrgäste, ihr gültiges Ticket zu zeigen, das alle Informationen enthält: die Tarifstufe, das Verkehrsunternehmen bei dem es gekauft wurde und den Preis. Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis werden mündlich persönlich befragt. Insgesamt dauert die Befragung nicht länger als zwei Minuten.

Besonderheit Corona-Pandemie: Macht eine Verkehrserhebung bei zum Teil weniger Fahrgästen in Bus und Bahn Sinn? Ja! Für die Einnahmenaufteilung ist nicht die absolute Nachfrage relevant, sondern das relative Verhältnis der Nachfrage bei den Verkehrsunternehmen zueinander. Deshalb sind die Daten auch bei coronabedingt niedrigerem Fahrgastaufkommen verwendbar.

Besonderheit VBB-fahrCard: Die benötigten Informationen sind nicht direkt auf der Karte gedruckt und werden deshalb elektronisch vom Gerät ausgelesen. Wie bei analogen Fahrscheinen auch, wird hier das Verkehrsunternehmen, die Tarifstufe und der Preis ermittelt. Anonymität wird hier ebenfalls großgeschrieben, die speziell dafür entwickelte Software liest keine weiteren Daten aus und gibt sie nicht an Dritte weiter.

Besonderheit Schülerverkehr: Im Schülerverkehr werden auch die Schüler*innen befragt. Auch hier erfolgt die Befragung anonym. Es werden keine Adressdaten erhoben. Die Kinder sollten daher möglichst die Haltestellen benennen können, an denen sie ein- bzw. wieder aussteigen.

Wir bitten alle Fahrgäste, nach Möglichkeit an der kurzen Befragung teilzunehmen!

Verkehrserhebung 2022 - FAQ

Rund 40 Verkehrsunternehmen fahren auf über 1000 Linien im VBB-Land und mehrere Millionen Menschen nutzen dieses Angebot täglich - mit einem VBB-Ticket, das in allen Verkehrsmitteln gilt. Das heißt, jeder Fahrgast bezahlt sein Ticket einmal bei einem Verkehrsunternehmen, kann aber je nach Gültigkeit des Tickets das Angebot aller Verkehrsunternehmen im gesamten Verbundgebiet nutzen. Deshalb werden im Hintergrund die Einnahmen aus den Fahrausweisverkäufen gesammelt und gerecht unter den rund 40 Verkehrsunternehmen aufgeteilt. Die Datenbasis für diese Einnahmenaufteilung liefert die regelmäßig stattfindende, sogenannte Verkehrserhebung im VBB.

Zielgruppe der Verkehrserhebung sind alle Fahrgäste in Bus und Bahn in Berlin und Brandenburg. Die Befrager*innen, die sich natürlich an 3G-Regel und FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV halten, fragen nach dem Ticket bzw. der VBB-fahrCard. Darauf enthalten sind alle Informationen zur Tarifstufe, dem ausstellenden Verkehrsunternehmen und gegebenenfalls dem Preis. Weiter werden die Fahrgäste nach ihrem Fahrweg und Fahrziel im ÖPNV befragt. Die Auswertung erfolgt anonym und lässt keine Rückschlüsse auf den jeweiligen Fahrgast zu. Insgesamt dauert die Befragung nicht länger als zwei Minuten und ist bequem während der Fahrt möglich. Alle autorisierten Befragerinnen und Befrager weisen sich gegenüber den Fahrgästen aus. Sie sind keine Kontrolleure und erheben kein erhöhtes Beförderungsentgelt! 

Für die Einnahmenaufteilung ist nicht die absolute Nachfrage relevant, sondern das relative Verhältnis der Verkehrsunternehmen zueinander. Deshalb sind die Daten auch bei coronabedingt niedrigerem Fahrgastaufkommen verwendbar, solange die Einschränkungen alle Verkehrsunternehmen einigermaßen gleich betreffen. Zu diesem Zweck haben wir das Erhebungskonzept angepasst: Die Erhebungen erfolgen bei allen Verkehrsunternehmen in Intervallen, die sich über das ganze Jahr 2022 erstrecken. Zudem ist die weitere Entwicklung der Pandemielage nicht absehbar, während Bedarf an einer aktualisierten Datengrundlage besteht. So kann auch ggf. neues Verkehrsverhalten (Stichworte mobile Arbeit, vermehrt digitale Kommunikation usw.) abgebildet werden.

Nein, die Befragungen sind völlig anonym und natürlich freiwillig. Es werden keine persönlichen Daten oder auch Adressdaten erhoben, Informationen zum genutzten Ticket sowie dem Fahrtweg stehen im Vordergrund.