ÖPNV-Streik am Montag: Auswirkungen auf Berlin und Brandenburg

Bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr am Montag
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Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag, 2. Februar 2026, einen bundesweiten Warnstreik im kommunalen öffentlichen Nahverkehr angekündigt. In Berlin und Brandenburg müssen Fahrgäste mit erheblichen Einschränkungen rechnen, da zahlreiche Verkehrsunternehmen ganztägig bestreikt werden. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen ÖPNV.

Was ist betroffen?

Berlin

  • BVG: Alle U‑Bahnen, Straßenbahnen und der Großteil der Buslinien werden ganztägig bestreikt.

Brandenburg

Auch in Brandenburg legen zahlreiche kommunale Verkehrsunternehmen ihre Arbeit nieder. Betroffen sind u. a.:

  • Verkehrsbetrieb Potsdam
  • Uckermärkische Verkehrsgesellschaft
  • Barnimer Busgesellschaft
  • Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder)
  • Busverkehr Oder-Spree
  • Mobus Märkisch-Oderland Bus
  • Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft
  • Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel
  • Regiobus Potsdam Mittelmark
  • Havelbus Verkehrsgesellschaft
  • Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming
  • Cottbusverkehr
  • Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz
  • Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald 

Die S-Bahn Berlin und die Regionalverkehre sind vom Streik der Gewerkschaft Verdi von Montag (2. Februar), 3 Uhr morgens, bis Dienstag, 3 Uhr morgens, nicht betroffen. Ersatzverkehre mit Bussen, die für Baumaßnahmen bei der S-Bahn eingerichtet wurden, fahren ebenfalls während des Streiks. 

Während des Streiks der Gewerkschaft Verdi im Berliner Nahverkehr am Montag, 2. Februar, bietet die S-Bahn Berlin zusätzliche Fahrten auf der Linie S1 an. So besteht zwischen den Bahnhöfen Zehlendorf und Potsdamer Platz tagsüber durchgängig ein 5-Minutentakt. Da der Halt am Bahnhof Wedding aufgrund der Brandschäden aus der Silvesternacht noch bis voraussichtlich 9. Februar entfällt, richtet die S-Bahn für die Streikdauer einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Bahnhöfen Gesundbrunnen und Wedding ein.

Fahrgäste sollten zusätzliche Reisezeit einplanen, alternative Routen prüfen und sich kurzfristig über die VBB‑Fahrinfo, VBB-App Bus & Bahn oder die Informationskanäle der jeweiligen Unternehmen informieren.
 

Hinweise und Tipps zur Fahrplanauskunft / App

In der online-Fahrinfo sowie in den VBB-Apps "Bus&Bahn" und "easy" lassen sich mit ein paar Einstellungen dennoch ggf. verbleibende Routen mit den restlichen Verkehrsmitteln (Bahn-Regionalverkehr und S-Bahn sowie nicht bestreikte Linien/Fahrten) finden:

In den Suchoptionen ...

  1. ... den Schalter für "auch umliegende Haltestellen berücksichtigen" aktivieren.
  2. ... ggf. die maximale Fußweglänge heraufsetzen (Standardwert: max. 2 km laufen)
  3. Außerdem empfehlen wir, als Start und Ziel eine Adresse (Straße, Hausnummer, Ort) anstatt eine Haltestelle einzugeben bzw. als Start auch die Ortung des aktuellen Standorts zu verwenden. So wird ein Fußweg zur nächsten Haltestelle mit Abfahrten gemäß den Sucheinstellungen und Verkehrslage berechnet und eine Route kann so noch eher gefunden werden, als von einer streikbedingt nicht bedienten Haltestelle.