FAQ zum VBB-Firmenticket für Arbeitgeber

Mit dem VBB-Firmenticket ermöglichen Arbeitgeber*innen ihren Angestellten günstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. VBB-Firmentickets gelten rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr und können für beliebig viele Fahrten genutzt werden. Es ist zudem für alle räumlichen Geltungsbereiche erhältlich und beinhaltet eine familienfreundliche Mitnahmeregelung. Sie können im VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg alle öffentlichen Verkehrsmittel im Personenlinienverkehr nutzen, sei es der Regionalverkehr, die S-Bahn, die U-Bahn, die Straßenbahn, die Busse, der Obus-Verkehr oder auch die Fähren. VBB-Firmentickets sind persönliche Zeitkarten in Form einer VBB-fahrCard, die nicht übertragbar sind. Die Ausgabe erfolgt als Abonnement mit monatlicher oder jährlicher Zahlweise.

​​​​​​Beide Begriffe meinen dasselbe und werden gleichberechtigt im Sprachgebrauch verwendet. Das Angebot in Berlin und Brandenburg heißt laut gültigem Tarif „VBB-Firmenticket mit verpflichtendem Arbeitgeberzuschuss“.

​​​​​​Als Arbeitgebende gelten Unternehmen, Verwaltungen, Behörden und Institutionen. Bitte prüfen Sie, dass folgende Voraussetzungen erfüllt werden können: Sie sind bereit pro teilnehmenden Mitarbeitenden einen Fahrtkostenzuschuss monatlich von mindestens 10 Euro zu zahlen. Mindestens fünf Ihrer Angestellten möchten ein Abonnement abschließen. Sie sind bereit ein Firmenticketvertrag mit einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten mit einem örtlichen Verkehrsunternehmen abzuschließen. Alle diese Punkte können Sie mit einem JA beantworten, dann stellen Sie hier gleich den Kontakt zu Ihrem Verkehrsunternehmen.

Gern beantworten wir Ihnen erste grundlegende Fragen! Der Firmenticket-Rahmenvertrag wird mit den örtlichen Verkehrsunternehmen geschlossen. Diese stehen Ihnen sehr gern für weitergehende Informationen zur Verfügung. Alle regionalen Kontakte finden Sie hier.

​​​​​​​Sobald Sie als Unternehmen einen VBB-Firmenticketvertrag mit einem Verkehrsunternehmen abgeschlossen haben, kann jede*r Ihrer Beschäftigten – sowohl in Voll- als auch Teilzeit, mit einer befristeten oder unbefristeten Anstellung von mindestens zwölf Monaten – ein VBB-Firmenticket abschließen. Aus steuerlichen Gründen muss der Arbeitgeberzuschuss auf dem Lohn- bzw. Gehaltsnachweis als zusätzliche Zuwendung zum Gehalt oder Lohn ausgewiesen werden, somit gilt das Angebot nicht für Personen, die im Rahmen von Werk- bzw. Dienstleistungsverträgen im Unternehmen tätig sind.

​​​​​​Sie als Unternehmen müssen an die teilnehmenden Arbeitnehmenden monatlich mindestens einen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von 10 EUR zahlen. Zahlen Sie mindestens 15 Euro, wird das VBB-Firmenticket für Ihre Arbeitnehmer*innen noch günstiger. Gern kann Ihre Beteiligung an den Kosten für das VBB-Firmenticket auch höher sein, bitte beachten Sie jedoch, dass ein höherer ÖPNV-Rabatt nicht vorgesehen ist. Sollten Sie sich für den Service des „Rundum-Sorglos-Pakets“ bei Ihrem Verkehrsunternehmen entscheiden, wird eine Servicepauschale von 12 EUR zzgl. MwSt. pro Jahr und pro Arbeitnehmer*in erhoben.

Unter der Voraussetzung, dass Sie als Unternehmen einen VBB-Firmenticketvertrag abgeschlossen haben, können Ihre Arbeitnehmenden ein Abonnement beim vertragshaltenden Verkehrsunternehmen abschließen. Bitte bestimmen Sie in Ihrem Unternehmen eine Kontaktperson, die Ansprechpartner*in für Ihre Mitarbeitenden und das jeweilige Verkehrsunternehmen ist. Informationen zur Verfahrensweise der Beantragung werden mit dem vertragshaltenden Verkehrsunternehmen individuell abgestimmt. Alle regionalen Kontakte finden Sie hier.​​​​​​​

Der Wechsel aus einem bestehenden Abonnement (VBB-Umweltkarte) ohne finanziellen Nachteil ist unkompliziert beim bestehenden vertragsführenden Verkehrsunternehmen des Mitarbeitenden möglich. Ihre Mitarbeitenden teilen dazu bitte Ihrem Abo-Vertragspartner mit, dass sie zum Firmenticket wechseln (Nachweis über einen Abo-Vertrag zum VBB-Firmenticket ist bereits mit vorzulegen). Alle regionalen Kontakte finden Sie hier.

Der Arbeitgeberzuschuss, der zusätzlich zum Gehalt bzw. Lohn des Arbeitnehmenden gewährt wird, senkt die Unternehmenssteuern. Für Sie als Unternehmen ist die Gewährung von Arbeitgeberleistungen für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs steuer- und sozialabgabefrei (sowohl für private als auch Dienstfahrten). Diese Auskunft ist ohne Gewähr, bitte prüfen Sie die jeweils aktuelle Einkommensteuergesetzgebung. Der Aufwand zur Bearbeitung der Firmentickets in Form der Servicepauschale kann als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.

​​​​​​Für die Vertragsabwicklung und Informationsübermittlung an die Verkehrsunternehmen fallen für Sie als Unternehmen administrative Aufgaben wie z. B. Datenerhebung und Datenübermittlung, Bestellung, Änderung, Ausgabe sowie Abbuchung der Eigenanteile der Arbeitnehmer*innen an. Die Rechnungsstellung kann direkt an Sie als Arbeitgebender erfolgen, wodurch Sie selbstständig und firmenintern die Bezahlung des Eigenbeitrages der Arbeitnehmer*innen sowie die gesamte erforderliche Bearbeitung regeln. Gern bietet Ihnen Ihr Verkehrsunternehmen die Serviceleistung zur Übernahme dieser Aufgaben an. Dafür wird eine Servicepauschale von 12 EUR zzgl. MwSt. pro Jahr und pro Arbeitnehmer*in erhoben. Die Rechnungslegung erfolgt mit Servicepauschale direkt mittels SEPA-Lastschriftmandat von den Arbeitnehmendenkonten. Der Arbeitgebende zahlt dabei den zweckgebundenen Arbeitgeberzuschuss auf das Lohn- bzw. Gehaltskonto der Mitarbeitenden.

​​​​​​Für die Zielgruppe der Auszubildenden und Studierenden gibt es im VBB-Tarif besondere Vergünstigungen (z.B. Semestertickets, VBB-Abo Azubi). Bitte prüfen Sie, ob Ihre Auszubildenden bzw. Werksstudierenden Anspruch auf eines dieser Tarifangebote haben. Das VBB-Firmenticket kann nicht im ermäßigten Tarif erworben werden. Möchten Sie Ihren Auszubildenden ebenfalls einen Fahrtkostenzuschuss gewähren, so können Sie dies außerhalb des VBB-Firmenticketvertrages analog tun und über den Lohn- bzw. Gehaltsnachweis dokumentieren.

Pensionär*innen sind im Allgemeinen nicht mehr aktiv im Unternehmen beschäftigt, dementsprechend gehören sie nicht zum Berechtigtenkreis für ein VBB-Firmenticket. Es gibt andere Tarifangebote, die diese Nutzer*innen in Anspruch nehmen könnten (z.B. das VBB-Abo65plus bzw. VBB-Abo 65vorOrt). Möchten Sie Ihren Arbeitnehmenden im Pensionsalter ebenfalls einen Fahrtkostenzuschuss gewähren, so können Sie dies außerhalb des VBB-Firmenticketvertrages tun und über den Lohn- bzw. Gehaltsnachweis dokumentieren.