Zwei Bundesländer, rund 40 Verkehrsunternehmen, ein VBB-Tarif

Mobilität verbindet

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gehört mit einer Fläche von ca. 30.000 Quadratkilometern zu den größten Verkehrsverbünden in Europa. In der Hauptstadtregion von Berlin und Brandenburg leben mehr Menschen als in Dänemark – und sind mobil: Rund 4 Millionen* Fahrgäste täglich zählt man in den S-, U-, Straßen- und Eisenbahnen, Bussen und – nicht zu vergessen – den Fähren. Pro Jahr sind das über 1,4 Milliarden* Berlin-Brandenburger, Tendenz steigend. Die tägliche Arbeit des VBB mit allen Partnern wirkt sich positiv auf die Wirtschaftskraft der Region und natürlich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze und die Umweltbilanz der Länder Berlin und Brandenburg aus. Auch die Touristen in Berlin und Brandenburg wissen das integrierte Verkehrsangebot zu schätzen, die Zahl der Übernachtungen steigt stetig.

* Stand: 2016

Der einzige integrierte Verkehrsdienstleister der Region

Zu den VBB-Geschäftsfeldern gehört zu allererst der einheitliche VBB-Tarif. Damit ist gemeint, dass die VBB-Fahrausweise in allen Verkehrsmitteln gültig sind, zum Teil auch im Fernverkehr und über Bundesländergrenzen hinaus – teilweise sogar in Polen oder im ICE! Das Fahrausweisgeld muss nach der Einnahme natürlich wieder an die Verkehrsunternehmen ausbezahlt werden. Die Arbeiten hierzu laufen im Bereich der Einnahmenaufteilung. Zunehmende Bedeutung in Zeiten des elektronischen Ticketings (VBB-fahrCard) und des Handyticketings hat das einheitliche VBB-Vertriebsmanagement. Der VBB verkauft selbst keine Fahrausweise, erstellt jedoch die Rahmenbedingungen für ein einheitliches Vorgehen im Sinne der Kunden. Für viele Kunden entscheidend sind die ganzjährigen Arbeiten zur Fahrplangestaltung und Sicherung der Anschlüsse, die zunehmend auf Echtzeitdaten zurückgreifende Fahrgastinformation (stationär und mobil) sowie ein einheitliches Marketing – achten Sie auf das VBB-Logo.

Geringer Autobesitz durch gutes Verkehrsangebot

Die Gründung des VBB wurde übrigens schon im Einigungsvertrag festgeschrieben, damit auch in der Region Berlin-Brandenburg „zusammenwächst, was zusammen gehört“. Heute haben nur 328 Menschen von 1.000 in Berlin ein Auto: so wenig wie bundesweit nirgendwo. Der VBB stellt einen wesentlichen Teil des Umweltverbundes dar und kooperiert mit Carsharing-Anbietern und Fahrradverleihern. Die Pendlerzahlen zwischen Berlin und Brandenburg steigen weiter – übrigens in beide Richtungen. Diese Erfolge sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis täglicher harter Arbeit mit allen Partnern. Die Fahrgäste erleben täglich die Vorteile des VBB-Tarifs. Neben dem Klassiker „Einzelfahrschein aus Papier“ sind mittlerweile seine modernen Nachfolger VBB-fahrCard für die Abonnenten oder das Handyticketing stark verbreitet – jeder nutzt den Kanal, der am besten zu ihm passt.

VBB organisiert Wettbewerb zum Wohle der Fahrgäste

Der VBB organsiert den Wettbewerb im ÖPNV und legt im Sinne der Fahrgäste hohe Qualitätsstandards fest. Das Verkehrsunternehmen, das das wirtschaftlichste Angebot vorlegt, erhält den Zuschlag auf den ausgeschriebenen Strecken – ein branchenüblicher Tarif für die Mitarbeiter ist allerdings Pflicht. Damit die versprochene Qualität für die Fahrgäste auch eingehalten wird, kontrolliert der VBB ständig das Angebot: Bei Mängeln (Unpünktlichkeit, Türdefekt, kein Zugbegleiter, volle Mülleimer, etc.) drohen Strafen. Auch bei der Strecken- und Stationsqualität schaut der VBB genauer hin.

Aufgaben gemäß VBB-Gesellschaftsvertrag

Formell sind die Aufgaben im VBB-Gesellschaftsvertrag niedergeschrieben, der seine Grundsätze bereits aus dem Einigungsvertrag 1990 und den Vereinbarungen der Länder Berlin und Brandenburg aus dem Jahre 1993 ableitet.

Der VBB ist organisiert im deutschen Dachverband der Bestellerorganisationen des Schienenpersonennahverkehrs BAG-SPNV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs) und im europäischen Dachverband EMTA (European Metropolitan Transport Authorities).